Grüner Tee enthält Koffein, aber deutlich weniger als Kaffee: Eine Tasse liegt je nach Sorte meist zwischen 20 und 40 mg, hochwertige Schattentees wie Gyokuro oder Matcha kommen auf 60 bis 70 mg. Zum Vergleich: Filterkaffee hat laut BfR rund 90 mg pro Tasse.
Das Koffein im Grüntee ist übrigens dasselbe Molekül wie im Kaffee – „Teein“ ist nur ein alter Name dafür. Der Unterschied liegt nicht im Stoff, sondern in der Menge und darin, was sonst noch in der Tasse ist.
Koffeingehalt grüner Tee: die Werte im Überblick
| Getränk | Koffein pro Tasse (ca. 200 ml) |
|---|---|
| Sencha, Bancha (Grüntee, Beutel oder lose) | ca. 20–40 mg |
| Gyokuro (Schatten-Grüntee) | ca. 50–70 mg |
| Matcha (1 g Pulver) | ca. 60–70 mg |
| Schwarztee | ca. 30–50 mg |
| Espresso (Tasse) | ca. 80 mg |
| Filterkaffee | ca. 90 mg |
| Energy Drink (250 ml) | ca. 80 mg |
| uptea Fresh Green (1 Beutel) | 120 mg |
Die Kaffee- und Energy-Drink-Werte stammen vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Die Tee-Werte sind Spannen, weil der Gehalt stark schwankt – warum, steht im nächsten Abschnitt.
Wovon der Koffeingehalt abhängt
Sorte und Anbau. Schattentees wie Gyokuro und Matcha werden vor der Ernte abgedeckt. Die Pflanze bildet dann mehr Koffein. Matcha wird außerdem als ganzes Blatt getrunken, nicht nur als Aufguss – deshalb landet alles in der Tasse.
Ziehzeit. Der größte Teil des Koffeins löst sich in den ersten zwei bis drei Minuten. Ein zweiter Aufguss mit denselben Blättern enthält deutlich weniger.
Wassertemperatur. Je heißer das Wasser, desto mehr Koffein geht in den Aufguss. Grüntee wird meist mit 70 bis 80 °C zubereitet – auch das ist ein Grund, warum er weniger Koffein liefert als Schwarztee mit kochendem Wasser.
Blattmenge. Klingt banal, wird aber oft vergessen: Zwei Teelöffel statt einem verdoppeln den Gehalt.
Grüntee oder Kaffee – was ist der Unterschied in der Tasse?
Neben der Menge gibt es einen stofflichen Unterschied: Teeblätter enthalten L-Theanin, eine Aminosäure, die im Kaffee nicht vorkommt. Grüntee bringt also Koffein und L-Theanin zusammen in die Tasse, Kaffee nur das Koffein. Dazu kommt, dass Grüntee kaum Säure und keine Röststoffe hat – geschmacklich eine andere Welt.
Wer die Menge im Blick behalten will: Die EFSA nennt 200 mg Koffein als unbedenkliche Einzeldosis für gesunde Erwachsene und 400 mg über den Tag verteilt. Mit normalem Grüntee ist das kaum zu erreichen – dafür bräuchte es zehn Tassen Sencha.
Grüntee mit mehr Koffein: Fresh Green
Wenn dir Grüntee schmeckt, aber die 20 bis 40 mg morgens schlicht nicht reichen, gibt es zwei Wege: Matcha – oder Fresh Green von uptea. Das ist Grüntee mit Zitrone und Ingwer, in Deutschland mit natürlichem Koffein auf 120 mg pro Pyramidenbeutel veredelt. Damit liegt eine Tasse über Filterkaffee, bleibt aber Grüntee: ohne Zucker, ohne Süßstoffe, mit allem, was im Blatt steckt.
Und weil es ein Pyramidenbeutel ist, kannst du die Stärke selbst steuern: zwei Minuten ziehen für milder, vier für den vollen Gehalt. Wer lieber Schwarztee, Früchte- oder Kräutertee mag, findet hier alle Sorten mit Koffein.
Häufige Fragen
Hat grüner Tee mehr Koffein als schwarzer Tee?
Meist nicht. Pro Tasse liegt Schwarztee etwas höher, weil er mit heißerem Wasser und oft länger zieht. Die trockenen Blätter enthalten ähnlich viel Koffein – es kommt auf die Zubereitung an.
Hat grüner Tee mehr Koffein als Kaffee?
Nein. Selbst Matcha liegt mit 60 bis 70 mg unter einer Tasse Filterkaffee (ca. 90 mg). Normaler Sencha hat etwa ein Drittel bis die Hälfte.
Enthält entkoffeinierter Grüntee gar kein Koffein?
Ein kleiner Rest bleibt, meist unter 5 mg pro Tasse. Ganz koffeinfrei sind nur Kräuter- und Früchteaufgüsse.
Hat Matcha mehr Koffein als Espresso?
Nein, aber die Werte liegen näher zusammen als viele denken: Matcha etwa 60 bis 70 mg pro Gramm Pulver, Espresso rund 80 mg.
Quellen
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Koffeingehalte in Lebensmitteln. Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): Scientific Opinion on the safety of caffeine, 2015.
